StartseiteArchivStabat Mater

Kunst ist Therapie - Antonin Dvoraks "Stabat Mater" verdankt seine Entstehung wohl auch dem persönlichen Schicksal des Komponisten. Seine musikalischen Erstentwürfe aus dem Jahr 1876 können als Reaktion auf den Tod seiner kleinen Tochter Josefa verstanden werden. Das unvollendete Werk bliebt dann einige Zeit liegen. Erst als ihn 1877 zwei weitere Schicksalsschläge trafen - der Tod zweier weiterer Kinder im Zeitraum von weniger als einem Monat - vollendete der tiefgläubige Dvorak die zehnsätzige Kantate innerhalb von zwei Monaten. Drei Jahre vergingen bis zur Uraufführung, welche den damals noch unbekannten Prager Organisten schlagartig berühmt machte.


Helmuth Rilling, weltberühmter deutscher Oratoriendirigent, sagt über das Werk: "Ein unglaubliches Stück. Neun langsame Sätze als Passionsmeditation und dann am Ende des zehnten Satzes die Ekstase einer Auferstehungsvision. Ich halte dieses Stück für eines der bedeutsamsten oratorischen Werke, die je geschrieben wurden". In der Absicht von Antonin Dvorak ist es vor allen Dingen eins: sein eigenes sehr persönliches, von tiefer Trauer und unbezwingbarer Hoffnung gleichermaßen geprägtes Glaubensbekenntnis.

Pressestimmen

"Laien als konzertante Profis" (Wiesbadener Tagblatt, 23.03.2006)

"Stehende Ovationen für Neue Rheingauer Kantorei (Rheingau-Echo, 30.03.2006)



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